• Isabel Rieger

4. Sei du SELBST in JEDER Lebensphase

Guten Morgen Welt!

Genau wie erwartet … nach einer intensiven Vollmondnacht geht die Sonne wieder auf und strahlt uns ins Gesicht, als hätte es die Dunkelheit der Nacht nie gegeben. Ein neuer Tag beginnt.


Wofür möchtest Du Deinen Tag heute nutzen?

Damit meine ich nicht, welchen Punkt Deiner To-Do Liste du planst abzuarbeiten.

Es geht darum, welchen Fokus Du bereit bist, für den heutigen Tag zu setzen. Das kann ein einziges Wort sein, oder aber auch eine Frage, der Du auf den Grund gehen möchtest.

Ein Beispiel:

Mein persönlicher Fokus heute ist Neubeginn.




Ich habe mir meinen Fokus auf einen Zettel geschrieben, damit er mir den ganzen Tag präsent bleibt. Und so setze ich einzelne Momente, Bilder oder Situationen des Tages mit meinem Fokus in Verbindung.

… die aufgehende Sonne erinnert mich an einen neuen Tag, und daran dass jeder Tag ein neuer Anfang ist. Das schenkt mir Hoffnung.

… die Tomaten-Pflanzen-Setzlinge auf meiner Fensterbank erinnern mich daran, dass selbst aus einem winzig kleinen Ableger, eine uns mit Tomaten nährende Pflanze werden kann.

… die Blüten erinnern mich an neues Leben, welches im jährlichen Rhythmus erwacht. Das erfüllt mich mit Vertrauen.

Was ist Dein Fokus?

Als Inspiration kannst Du auch die Fragen nutzen, die ich Dir in diesem Blogbeitrag bereit gestellt habe.

Berichte gerne von Deinen Erfahrungen.

Was lernst Du über Dich Selbst, an diesem Tag oder auch in der aktuell herausfordernden Situation?


An dieser Stelle möchte ich einen weiteren Beitrag mit Dir teilen, der gestern seinen Weg zu mir gefunden hat und für den ich mich von Herzen bedanken möchte!

Das Brot ist saftig und schwer, mit orangen Karottenstückchen und Schwarzkümmelsamen gesprenkelt. Der Tomaten-Kichererbsen-Aufstrich leuchtet in einem matten Rotton, die weißen, an den Keimblättern ins helle Grün übergehenden Rosenkleesprossen heben sich deutlich davon ab und versprechen Frische und Lebendigkeit. Gekrönt wird das Ganze von zwei seidig-matt glänzenden Scheiben Räuchertofu. Dieses Brot am sonnigen Sonntagmittag erfüllt mich mit purer Freude. Diese Farben, ein kleines Kunstwerk! Mein Gaumen jauchzt schon voller Vorfreude auf das anstehende Geschmackserlebnis. Intensiviert wird meine Freude durch das Wissen und den Stolz darüber, dass das Brot selbst gebacken, der Aufstrich selbst zubereitet und die Sprossen selbst gezogen sind.

Auch sonst backen wir unser Brot selbst, machen wir Aufstriche und ziehen Sprossen. Auch in Zeiten ohne Corona esse ich von diesen Dingen und bin immer wieder voller Freude und Dankbarkeit für die Gemeinschaft in unserer WG und für das, was hier entsteht. Was daran ist also neu, warum es in diesen Beitrag erwähnen?


Ich habe den Eindruck, dass vieles von dem, was ich gerade erfahre, erlebe und lerne, auch anders passiert wäre, dass ich diese Dinge so oder so getan hätte. Natürlich gibt es auch einige Dinge, die in dieser Form ohne Corona sicherlich nicht passiert wären, zum Beispiel stundenlange Skypegespräche mit meinen Kindheitsfreundinnen, durch die wir mehr von unserem jeweiligen Alltag mitbekommen und nochmal verbundener fühlen.

Was sich aber vor allem verändert hat, ist die Art und Weise wie ich Dinge tue und erfahre, nämlich oftmals bewusster und ruhiger als sonst. Das hat zwei Ursachen. Zum einen hat sich meine Arbeitszeit um die Hälfte reduziert und ich damit bedeutend mehr Zeit und Energie. Für den Austausch mit meinen Mitbewohnerinnen und die Projekte im Haus und im Garten, für einen Start in den Tag in meinem eigenen Rhythmus. Für Muße, Lektüre und Gedanken. Für Bastelarbeiten an meinem Fahrrad und Spaziergänge. Auch für den Kontakt mit Freund*innen habe ich mehr Zeit, sodass Telefonate nicht nach Feierabend beim gleichzeitigen Kochen geführt werden müssen. Zum anderen erlaubt mir das verlangsamte Außen, meine eigene Entschleunigung besser anzunehmen, bewusster und entspannter im Hier und Jetzt zu sein.


Die Wahl meines aktuellen Zuhauses, eine Wohngemeinschaft auf dem Land, war eine selbstgewählte Entschleunigung. Und obwohl sie selbstgewählt war und ist, kamen immer wieder Zweifel und Sorgen auf, dass ich wesentliche spannende Dinge verpasse. Ich bin voller Dankbarkeit für meine momentane Gelassenheit und Ruhe und hoffe, dass ich sie auch dann noch behalte, wenn das Außen wieder turbulenter wird.


Auch für den entstandenen Freiraum, die zusätzliche Zeit bin ich dankbar. Manchmal fühlt es sich an wie Urlaub ohne Urlaub nehmen zu müssen. Seit Beginn meiner Ausbildung erzähle ich oft, dass die Arbeit an sich mir Spaß macht, wenn es nur nicht vierzig Stunden wären… Jetzt erlebe ich wie gut mir eine Arbeitswoche tut, die mir mehr Zeit und Energie für Anderes lässt und fühle ich bestärkt darin, nach Ende meiner Ausbildung keine 40h-Stelle zu suchen. Gleichzeitig genieße ich das Arbeiten selbst wieder mehr. Als Gärtnerin bin ich viel draußen und insbesondere unter den aktuellen Umständen fühlt sich meine Arbeit als Gärtnerin sinnvoll und wahrhaftig an, ich trage dazu bei, dass Menschen Äpfel, Birnen und Kirschen essen können.


Für mich ist die Situation gerade ein Möglichkeitsraum, der Türen öffnet zu neuen Themen und Erfahrungen. Einige der Türen hätte ich sicherlich so oder so geöffnet, etwas später, etwas zögernder vielleicht. An anderen hingegen wäre ich vermutlich vorbeigestürmt, mein Alltagsblick fokussiert auf die bekannten Türen oder hätte sie weniger aufmerksam betrachtet, nur einen kurzen Blick im Vorbeigehen darauf werfend. Doch jede neu entdeckte Tür ist eine Möglichkeit für etwas Wunderbares, ein Geschenk des Lebens, für das ich - trotz all den Schwierigkeiten, die Corona eben auch bedeutet - dankbar bin.

- Rebecka

...

Ich freue mich sehr, wenn auch Du Deine Erfahrungen und Gedanken teilen magst.


Warum? Was ist meine Motivation dahinter?


Ich habe den Eindruck, dass wir oft denken, wir seien die Einzigen, die bestimmte Themen beschäftigen oder Prozesse durchlaufen.

Ich möchte uns die Möglichkeit geben, mehr von unserem Innenleben zu teilen, und so auch in Krisenzeiten, Hoffnung und Verbundenheit in die Welt zu tragen.


Außerdem möchte ich uns eine kleine Gedankendusche schenken, die die Sorgen für einen Moment abwäscht und Raum für Licht gibt.


Zusammen ergeben ganz viele kleine Lichter, ein großes Licht.

Deine Isabel



info@isabel-rieger.com


...


Fotos von Isabel Rieger

36 Ansichten1 Kommentar

Isabel   Rieger   Kinesiologin   &   Coach   BK   ITK

JA zu Wille, Liebe & kreativer Aktivität

JA zu Entwicklungsbereitschaft

JA zu Veränderung

JA zu Dankbarkeit

JA zu "ICH bin"

JA zu Licht

JA   zu    SELBST   -   Bewusst - Sein