• Isabel Rieger

1. Sei du SELBST in JEDER Lebensphase

Das Lachen meiner Kinder, das wohlige grunzen meiner Bulldoggen, das freudige Wiehern meines Pferdes, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ein leerer Terminkalender, gutes selbstgemachtes Essen, Telefonate und ja, vielleicht mal wieder ein handgeschriebener Brief?“ (Ann-Katrin)


Ich bin voller Freude in diesem Blogartikel die ersten drei Beiträge teilen zu dürfen, die ihren Weg in den vergangenen sonnenreichen Tagen zu mir gefunden haben. Ich danke von Herzen Ann-Katrin, Olja Ebel und Carolin für ihre Beiträge zu "Sei du SELBST in JEDER Lebensphase".



„Was will ich wirklich?“ Ann-Katrin denkt über eine neue Form des Lebens nach. Sie spricht von geschenkter Zeit mit ihren Kindern, und über die Wahl, sich auch in dieser Lebensphase für Vertrauen zu entscheiden.

Als sich mir mein Weg zur Kinesiologie und angrenzenden Bereichen im Sommer 2017 zeigte, lernte ich wieder auf mich selbst zu hören. Und ich habe es durch mehrere Paukenschläge lernen dürfen. […] Und diese Paukenschläge kann ich mit den Gegebenheiten vergleichen, die derzeit alle Menschen erleben dürfen. Ein Virus und dessen Folgen bringen alle Menschen jeden Alters und jeder sozialer Zugehörigkeit zu den gleichen Gedanken und führt sie zur gleichen Essenz zurück.


Was ist wirklich wichtig? Was brauche ich zum Leben? Welche Dinge sind mir wirklich wichtig und erfüllen meinen Alltag?


[…] Ich sehe es so, dass die Natur, Mutter Erde, trotz all der Verfehlungen die wir ihr antun uns gerade allen einen Paukenschlag geschenkt hat. […]

Ich bin zum Glück in der Lage, trotz der Einschränkungen mit meinen Kindern jeden Tag an die frische Luft gehen zu können, zu spielen, zu toben, Zeit mit unseren Tieren zu verbringen. Aber auch wir lernen auf eine andere Art und Weise zu Hause miteinander umzugehen. Statt es als Herausforderung zu sehen, wie wir denn bloß die Tage ohne äußere Ablenkung und Termine herum bekommen, sehe ich es als geschenkte Zeit an, nun mal eben wieder mehr basteln, backen und bauen zu können. Vorzulesen und vorlesen zu lassen, Kopfrechnen zu üben und kreativ zu sein. […]

Ich habe das neue Jahrzehnt mit offenen Armen und offenem Herzen begrüßt. Die Ausbildung ist abgeschlossen, der Schritt in die Selbstständigkeit gewagt...das neue Jahrzehnt hat mich aber auch gleich sehr herausgefordert mit immensen Kosten, mit verwirrenden Anträgen und bürokratischen Hürden, mit dem Thema Tod und ja, schließlich eben auch mit diesem Thema einer "Pandemie".

Dennoch bin ich sehr froh und dankbar für das, was mir persönlich alles bevorsteht. Ich entscheide mich für das Vertrauen und die Hoffnung in das Große Ganze. In das Vertrauen den richtigen Weg gewählt zu haben und aus allen Situationen zu lernen und eine Erkenntnis gewinnen zu können. Ich wurde durch den Virus davon abgehalten zu der Bestattung meines eigenen Vaters fahren zu können. Aber ich konnte durch das Vertrauen in meinen Weg schon vorher und auf einem viel befriedigenderem Weg mit der Situation Frieden schließen und Abschiednehmen erleben.

"2020 das Pandemie Jahr"?- ich bin gespannt als was dieses Jahr in die Geschichte eingehen wird. Ich bin gespannt, ob ich persönlich aber auch alle Menschen gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen werden. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Paukenschlag noch lange als kleine warnende Fußnote in unserem Inneren schwingt. Als kleiner erhobener Finger von Pachamama, die uns daran erinnert, was wirklich wichtig ist und welchen Weg wir für unser Leben wählen.



Welche Chancen die aktuelle Lebensphase mit sich bringt, zeigt Olja Ebel an einem praktischen Beispiel des ToastMasters Redeflusses Bonn. Sie berichtet von der spontanen Organisation und Durchführung eines erfolgreichen Online-Clubabends und den Geschenken, die diese Erfahrung für den Club mit sich brauchte und auch in Zukunft bringen wird.

Seit mehreren Tagen ist das öffentliche Leben in Deutschland nun weitestgehend lahmgelegt. Der Grund dafür ist das Coronavirus. Um seine Ausbreitung zu verlangsamen, sind wir alle angehalten, unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Von heute auf morgen mussten wir unsere nächsten Clubabende und auch größere Events absagen. Der Schock saß tief. Was nun?

Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten. Ein Online-Clubabend! Immerhin war das besser als gar nichts. Und die Vorteile so eines Online-Meetings sprachen deutlich für sich:


  1. Dafür brauchen wir nicht aus dem Haus zu gehen. Jeder kann es sich gemütlich in seinen sicheren vier Wänden gestalten.

  2. Dadurch sparen wir Fahrtkosten und gewinnen kostbare Zeit.

  3. Es gibt keine Ansteckungsgefahr. Auch wenn man infiziert sein sollte, kann man ohne Bedenken an einem Online-Meeting teilnehmen.

  4. Ein Online-Meeting ist ökologisch nachhaltig, denn wir brauchen dafür keine Zettel für das Feedback mehr auszudrucken und haben unsere Agenda die ganze Zeit digital vor den Augen.

  5. Über Zoom können wir uns mit anderen Toastmasters Clubs in ganz Deutschland und sogar weltweit verbinden und von ihnen lernen.

  6. Das Einzige, was wir dafür brauchen, ist eine stabile Internetverbindung. Zoom funktioniert nämlich auf jedem Gerät, sogar auf Smartphone und Tablet.

[...] Das ganze Online-Meeting war sehr kurzweilig und nicht weniger spannend als unsere Clubabende im Social Impact Lab in Bonn. Jeder von uns gewann dabei seine eigenen Aha-Erlebnisse. Am Ende des Meetings waren wir uns alle einig: Solange die Corona-Krise andauert, machen wir online weiter. Ohne Coronavirus wären wir nicht so schnell auf die Idee gekommen, ein Online-Meeting zu organisieren.

Wir sehen die aktuelle Situation als eine Chance, miteinander zu wachsen, neue Ideen für die gemeinsame Zukunft zu entwickeln und uns mehr mit anderen Toastmasters-Clubs zu vernetzen – nur jetzt etwas anders. […]



Als eine Chance sieht auch Carolin die aktuelle Situation. Als eine Chance zur Reflexion.

Carolin gibt uns ein paar lichterfüllte Worte mit auf den Weg, indem sie den Wert von Innenschau, Selbstreflexion und unserem Fokus verdeutlicht.

Ihr Lieben,

Die Corona-Krise bedeutet für mich Innehalten & Reflexion als Chance.

Erlaubt Euch ganz in dem anzukommen, was gerade ist. Damit öffnet ihr Euren Geist! Stellt Euch die richtigen Fragen und lenkt Euren Fokus vom einen Extrem „Angst“ und dem anderen Extrem „Ignoranz“ in die Mitte der Realität. Beispiele für richtig gute Fragen, mit denen das leichter klappt, hat Isabel schon geliefert.

Ich selbst frage mich auch: „Was hat das mit mir zu tun?“ Ziemlich klar und deutlich bekomme ich zur Zeit präsentiert, ob ich in der Vergangenheit auf die richtigen Pferde gesetzt habe, oder nicht. - In jeglichen Lebensfacetten. Das Unwahre, die faulen Kompromisse, bröckeln unaufhaltsam wie von einer Fassade. Auch ich bin ab und zu verängstigt, doch schnell ist mein Fokus wieder beim Wesentlichen: Unter dieser Fassade kommt das Wahre ans LICHT. Und um Licht geht es nach meinem Empfinden bei dieser Geschichte. Das Licht jedes einzelnen kommt nun zum VorSCHEIN. Wir alle sind mit dem einen Thema gemeinsam konfrontiert. Dadurch entsteht eine neue Ordnung: In uns selbst und letztlich in uns allen. Neue, wahrgenommene Verbindungen entstehen, die endlich darauf abZIELen andere zu unterstützen und nicht zu manipulieren.

Ich selbst versuche für mich und die Menschen, mit denen ich in Kontakt bin ein LEUCHTturm zu sein. Was könntest Du beitragen?

In Liebe und Verbundenheit,

Carolin.



Auch ich habe die letzten Tage zur Reflexion genutzt.

Wo komme ich her? Möchte ich diesen Weg weiter gehen oder etwas verändern?

Und vor allem: Wo stehe ich im Hier & Jetzt? Was sehe ich an genau dem Punkt wo ich JETZT stehe?

In den vergangenen Tagen ist es mir gelungen mein BewusstSEIN auf den aktuellen Moment zu lenken und ihn in einer Intensität zu spüren, wie ich es schon lange nicht getan habe – häufig zu beschäftigt damit meinen Plänen hinterherzurennen und meine Runden im Hamsterrad zu drehen.

Jetzt nehme ich wahr, was meine Akkus zu 100 Prozent auflädt und mich mit reiner Lebensenergie versorgt. Ich beobachte die Blüten, wie sie in eine neue Runde LEBEN starten. Und ich bin voller Dankbarkeit.

Ich bin dankbar für jedes Lachen meiner Mitbewohner*innen, für die Sonne in meinem Gesicht und die Gartenerde in meinen Händen.


Was bin ich also dabei zu lernen?

Ich lerne im Hier & Jetzt zu sein. Ich lerne JA zur Gegenwart zu sagen.

Herzlichst

Isabel


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Isabel   Rieger   Kinesiologin   &   Coach   BK   ITK

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